Zum Inhalt springen
Modernes Friseursalon-Interieur mit Arbeitsplätzen
Sicherheit · 3 Min. Lesezeit · Von Sascha Zaluskowski

IT-Sicherheit im Friseursalon: Kundendaten richtig schützen

Warum Friseursalons ein attraktives Ziel sind

Ihr Salonprogramm enthält mehr als nur Termine: Kundennamen, Telefonnummern, Behandlungshistorie, manchmal sogar Allergien und Vorlieben. Diese Daten haben Wert — für Sie, aber auch für Kriminelle.

Viele Saloninhaber denken: “Wer sollte uns schon angreifen?” Genau das macht kleine Betriebe zum Ziel. Cyberkriminelle wissen, dass Friseursalons oft weniger geschützt sind als große Unternehmen — bei gleichzeitig wertvollen Kundendaten.

Ein erfolgreicher Angriff kann Ihren Betrieb tagelang lahmlegen. Schlimmer noch: Wenn Kundendaten gestohlen werden, ist das Vertrauen beschädigt — und Vertrauen ist im Friseurgeschäft alles.

1. Das Salonprogramm richtig absichern

Ob Treatwell, Shore oder eine andere Lösung: Ihr Buchungssystem ist das Herzstück Ihrer IT. Schützen Sie es entsprechend.

Was Sie tun sollten: Verwenden Sie ein starkes, einzigartiges Passwort für den Admin-Zugang. Aktivieren Sie die Zwei-Faktor-Authentifizierung, falls verfügbar. Prüfen Sie, wer alles Zugang hat — und entfernen Sie ehemalige Mitarbeiter sofort. Welche grundlegenden Sicherheitsmaßnahmen auch für kleine Betriebe gelten, beschreiben wir in unserem Leitfaden zur IT-Sicherheit im Mittelstand.

WLAN-Router für separates Gäste-Netzwerk

2. WLAN für Kunden und Betrieb trennen

Viele Salons bieten Kunden kostenloses WLAN an — eine nette Geste. Aber wenn Kasse, Buchungssystem und Kunden-WLAN im selben Netzwerk hängen, ist das ein Sicherheitsrisiko.

Was Sie tun sollten: Richten Sie ein separates Gäste-WLAN ein. Die meisten modernen Router können das. So bleibt Ihr Betriebsnetzwerk geschützt, auch wenn ein Kunde ein infiziertes Gerät mitbringt.

3. Regelmäßige Datensicherung der Kundenkartei

Stellen Sie sich vor: Ihr Computer wird gestohlen oder die Festplatte gibt auf. Ohne Backup sind alle Kundendaten, Termine und die Behandlungshistorie weg.

Was Sie tun sollten: Prüfen Sie, ob Ihr Salonprogramm automatische Cloud-Backups macht. Falls nicht, richten Sie eine eigene Sicherung ein. Die 3-2-1-Regel hilft: drei Kopien, zwei verschiedene Medien, eine davon außer Haus.

4. Mitarbeiter für Phishing sensibilisieren

Die meisten Angriffe beginnen mit einer E-Mail. “Ihre Treatwell-Rechnung ist überfällig” oder “Ihr Konto wird gesperrt” — solche Nachrichten locken zu gefälschten Seiten, wo Zugangsdaten abgegriffen werden.

Was Sie tun sollten: Sprechen Sie das Thema im Team an. Eine einfache Regel hilft: Bei Unsicherheit nie auf Links klicken, sondern direkt zur bekannten Website gehen oder nachfragen.

5. Kassensystem und Zahlungsterminal aktuell halten

Veraltete Software ist wie eine offene Tür. Achten Sie darauf, dass Ihr Kassensystem und das Zahlungsterminal regelmäßig Updates bekommen.

Was Sie tun sollten: Fragen Sie Ihren Anbieter, ob automatische Updates aktiviert sind. Bei der Kasse ist das besonders wichtig — hier fließt Geld, hier sollte alles aktuell sein. Warum veraltete Software einer der häufigsten IT-Fehler in kleinen Betrieben ist, erklären wir in einem eigenen Beitrag.

Der wichtigste Schritt

Fangen Sie an. Sie müssen nicht alle fünf Punkte an einem Tag erledigen. Starten Sie mit dem Salonprogramm-Passwort und der Datensicherung — das sind die Maßnahmen mit der größten Wirkung. Wenn Sie bei der Umsetzung Hilfe brauchen, schauen Sie sich unsere IT-Leistungen an.

Zurück zum Blog